Hingabe versetzt Berge

Edelweiss Resort
  • Kunde im Portrait
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Zu Besuch im Edelweiss Salzburg Mountain Resort
Mit dem Edelweiss Salzburg Mountain Resort der Familie Hettegger ist das Großartltal um ein beeindruckendes Hotel-Schmuckstück reicher. Ein Besuch.
 
Manchmal muss man mit dem Kopf durch die Wand, um den Weg für die Zukunft zu ebnen. Oder mit Dynamit durch 150.000 Kubikmeter Fels. Im Falle von Familie Hettegger: sowohl als auch. Vor 40 Jahren stand da, wo heute ein stilvolles Fünf-Stern-Resort mit 148 Zimmern steht, eine kleine Pension. Geführt von Peter Hettegger senior und seiner Frau, die nebenbei elf Kinder großzog.
 
„Der Opa wollte, dass alle Söhne einen Handwerksberuf lernen“, erzählt Karin Hettegger, die seit 2018 mit ihrem Mann Peter die Geschicke des Hotels lenkt, auf dem Weg von der Lobby in die Küche. „Der Schwiegervater wollte Koch lernen, das hat der Opa aber nicht zugelassen, mit dem Argument, das sei ja kein ordentlicher Beruf.“ Das kostet Küchenchef Alexander Hettegger, der gerade seine Interpretation eines Beef Tatars vorbereitet, ein mildes Lächeln.
 
Er sei, sagt er, schon ganz froh über seine ordentliche Berufswahl. Einen für Opa Hettegger ordentlichen Beruf lernte sein Sohn am Ende dann auch: Elektriker. Danach arbeitete er als Forstarbeiter, aber am großen Traum vom Wirtsein hielt er fest, bis Hettegger senior an ihn übergab.
 
Für alle das Beste
Und so verpuppte das Haus sich in den darauffolgenden Jahren immer wieder, wurde größer und moderner. Unter der Führung der dritten Generation entschied der Hettegger-Clan, noch mal eine ganz neue Ära einzuleiten. 2018 startete der Umbau, das eingangs erwähnte Stück Berg wurde gesprengt, um den terrassenförmigen Zubau harmonisch in die Hügellandschaft zu integrieren. Ein Haus mit echtem Resortcharakter sollte es werden, das sich aber aller Großzügigkeit zum Trotz nicht vom familiären Charme verabschiedet. „Und für uns war immer klar: Wir grenzen keinen Gast aus, konzentrieren unser Angebot nicht auf eine spezielle Zielgruppe, sondern wollen eine Wohlfühlwelt schaffen für Erwachsene, aber auch ein einzigartiges Angebot für Familien mit Kindern.“
 
Das umfasst, unter anderem, einen Indoor-Wasserrutschenpark, 7.000 Quadratmeter Spa-Fläche, 35 neue Suiten für bis zu sechs Gäste – und schließt selbstredend ein entsprechend facettenreiches kulinarisches Programm mit ein. Wo wir wieder in der Küche und bei Alexander Hettegger wären. Der wechselte ursprünglich heim nach Großarl, um ein Fine-Dining-Konzept umzusetzen, mit dem das Edelweiß Resort sich auch als erste Gourmetadresse im Tal in Stellung bringen sollte. Dann warf die Küchenleitung das Handtuch, und Hettegger hatte ab sofort eine Küche zu leiten. Drei zeitgemäße Küchenlinien fährt das 21-köpfige Küchenteam: eine regionale, eine grenzenlose und eine vegane.
 
Wo es geht und Sinn macht, setzen wir auf Regionalität, etwa bei Milchprodukten, bei Brot, Fisch, teilweise auch beim Fleisch“, erklärt Alex Hettegger. „Aber wenn du eine so vielschichtige Gästestruktur hast, musst du schon über den Tellerrand blicken, in Sachen Grundprodukte und auch in Sachen Warenverfügbarkeit.“ Diese Kombination würde Transgourmet auch zum Lieferanten seiner Wahl machen, betont er. Wohl auch in Zukunft, denn das ursprünglich geplante Fine-Dining-Konzept umzusetzen, steht nach wie vor auf der Agenda der Hetteggers. „Es gibt ja im Tal nichts Vergleichbares bis jetzt“, sagt er. Eben.

 

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