5 Fragen an ... Andrea Miksch & Gunnar Graber

Vonatur Interview
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Ein Gespräch über die Nachhaltigkeitsmarke Transgourmet Vonatur
Andrea Miksch, Markenmanagerin bei Transgourmet und Gunnar Graber, nationaler Bio-Fachberater bei Transgourmet Österreich sprechen über die Vorreiterrolle, die Transgourmet mit der Marke Vonatur in puncto ehrlich nachhaltiger, nachvollziehbarer Produktqualität einnimmt.
 

Eine neue Eigenmarke aufzubauen ist ein großer und nicht ganz risikoloser Schritt. Warum hat sich Transgourmet dafür entschieden, ihn mit Vonatur dennoch zu gehen?

Miksch: Als führender österreichischer Lebensmittelgroßhändler ist es für uns entscheidend, ein Gespür für aktuelle und zukünftige Bedürfnisse der Branche zu haben. Wir haben das Potenzial nachhaltig produzierter Lebensmittel für die Gastronomie schon 2017 erkannt, und waren davon überzeugt, dass wir mit einer an höchsten Qualitätsstandards orientierten, nachhaltigen Eigenmarke auf großes Interesse seitens der Gastronomen – und der Gäste, für die transparente Herkunft eine immer wichtigere Rolle spielt – stoßen werden.
 
Graber: Diese Annahme wurde dann auch von einer im Vorfeld durchgeführten Umfrage zum Thema „Nachhaltig essen gehen“ bestätigt.
 

Was waren die wichtigsten Erkenntnisse aus dieser Umfrage?

Graber: Kurz zusammengefasst: Sechs von zehn Befragten gaben an, wissen zu wollen, woher die in einem Betrieb verwendeten Grundprodukte stammen und wie genau sie hergestellt wurden. Besonders positiv überrascht hat uns, dass knapp 90 Prozent der Gäste angaben, für Gerichte aus nachhaltigen, nachvollziehbaren Zutaten auch gerne mehr zu bezahlen.
 

Transgourmet hat sich für eine dreistufige Kategorisierung der Vonatur Produktwelt entschieden. Welche Kriterien dienen als Basis für die Einteilung in „Good“, „Better“ und „Best“? 

Miksch: Uns war absolute Transparenz von Anfang an besonders wichtig. Alles andere wäre oberflächliches Greenwashing. Die Kriterien sind von Warengruppe zu Warengruppe unterschiedlich, als Basis dienen aber Haltung, Fütterung und Transport. Auch Fair-Trade-, Bio- und Tierschutzlabels werden berücksichtigt. Grundsätzlich erfüllt jedes Transgourmet Vonatur Produkt aber mehr, als die gesetzlichen Standards vorschreiben. Und das Rating ist keinesfalls nur als Information zu verstehen, es soll auch permanente Weiterentwicklung fördern.
 

Nicht jedes Vonatur Produkt muss zwangsläufig auch biologisch produziert sein. Aber ist Bio denn nicht automatisch nachhaltig?

Graber: Wie sehr Bio und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen, muss immer im Einzelfall betrachtet werden. Fakt ist, dass für viele Konsumenten neben Bio auch die Stärkung kleiner Landwirtschaftsbetriebe, der innovative Umgang mit Ressourcen und der saisonale und regionale Bezug von Bedeutung sind.
 

Sie kennen jeden Transgourmet Vonatur Produzenten persönlich. Was macht diese Zusammenarbeit für Sie so besonders?

Miksch: Alle Produzenten leben das, was sie tun. Ich empfinde es als großes Privileg, dass sie uns in ihre Welt mitnehmen und uns an ihrer Begeisterung teilhaben lassen. Wenn man die Produzenten hautnah vor Ort erlebt, lernt man nicht nur viel über ihre Produkte, sondern kann auch ihre Geschichte besser weitererzählen. Und verfolgt sie gerne weiter.
 
 
 
Andrea Miksch, seit 2017 Markenmanagerin bei Transgourmet, und Gunnar Graber, der als nationaler Bio-Fachberater bei Transgourmet Österreich für alle unternehmensinternen und -externen Nachhaltigkeits- und Bio-Themen verantwortlich ist, kümmern sich um die stete Weiterentwicklung der Marke Transgourmet Vonatur.
 

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